Graureiher
Während eines Spazierganges ist mir dieser Graureiher aufgefallen. Dass ich mich speziell für ihn interessiert habe, liegt daran, dass er beinahe keine Scheu gegenüber den Spaziergängern gezeigt hat. Also habe ich mir gedacht, dass ich beim nächsten Mal die Kamera mitnehme. Letzten Endes bin ich dann mehrere Tage zum Fotografieren an den Weiher gekommen. Naturschutzgebiete und die meist steilen Ufer des Weihers haben das Fotografieren etwas verkompliziert. Einen Vogel so entspannt bei seinem natürlichen Verhalten zu beobachten war aber doch ein spannendes Unterfangen.
Alpenbraunelle
Diesem kleinen Gebirgsvogel habe ich mehrere Tage auf dem Gemmipass gewidmet. Ihn dort zu finden ist zugegebenermassen nicht schwer, da es sich um einen Fotohotspot handelt und immer wieder Futter ausgelegt wird. Eisige Winde und ziemlich kalte Temperaturen haben trotzdem ihren Beitrag dazu geleistet, dass es nicht immer ganz einfach war. Besonders vor und nach Sonnenauf- und -untergang wurde es empfindlich kalt. Wenigstens hat mich das Erlebnis gelehrt, beim Equipment für Norwegens Winter nicht zu sparen.
Braunkehlchen
Für einen Schweizer Mittelländer ist das Braunkehlchen kein alltäglicher Anblick. Kein Wunder, dass ich einigen Zeitaufwand betrieben habe um es zu fotografieren, als ich es hier auf dem Campus in Norwegen entdeckte. Mit gerade flügge gewordenen Kücken sind sie kaum zu übersehen oder eher zu überhören. Hier sind sie wohl kein seltener Anblick. Da ich mir die Zeit zum arbeiten meist frei einteilen kann, war das natürlich ein willkommenes Motiv für zwischendurch. Rund um den Campus in Evenstad ist sowieso einiges los was Vögel angeht.
Wachtel
Mindestens zwei rufende Wachtelmännchen sind seit dem Frühling in den Feldern und Brachstreifen rund um den Campus hier in Norwegen zu hören. Ich habe noch nie eine wilde Wachtel gesehen und war daher umso erfreuter, als ich dann doch noch eine gesehen habe und sogar fotografieren konnte. Für einige Nächte war sogar ein Wachtelkönig zu hören. Obwohl ich früh morgens vor Sonnenaufgang schon hin bin um ihr zu beobachten, konnte ich ihn leider nicht entdecken.
Grauschnäpper
Einige der Gebäude, die mein Grossvater in der Rotismühle bei Leutkirch errichtet hat, zerfallen seit seinem Tod langsam. Zwar leben seine Söhne nun alle dort, sie unterhalten jedoch, zu meiner Freude, nicht alle Gebäude allzu gut. So sind Steinmarder, Fledermäuse, auch seltenere Arten, und vielerlei Anderes zu Untermietern geworden. Als ich mal wieder zu Besuch da war, sind mir einige Grauschnäpper aufgefallen. Einer brütete direkt am Eingang meiner spartanischen Behausung, einer Zwischenlösung über der Garage. Mit Fernauslöser und Sitzwarten habe ich mir ein paar ruhige Tage mit Lektüre unter den Obstbäumen gegönnt. Bei einem zweiten Besuch waren die Küken dann schon flügge und ich habe eines davon Abends vor der Haustüre des Wohnhauses angetroffen.
Vogelinsel Runde
Im Frühling meines Norwegenaufenthaltes hatte ich ein paar Tage Zeit, bevor die Feldarbeit bei den Auer- und Birkhühnern begann. Da habe ich mich entschieden, nach Runde zu fahren. Runde ist als Vogelinsel bekannt, weil an ihren steilen Küsten grosse Seevogelkolonien brüten. Auch sonst ist die Vogelwelt auf der Insel ziemlich reichhaltig. Für die meisten Arten war es aber wohl noch etwas früh. Trotzdem war die Zeit dort sehr schön, im Inland lag noch mehr als ein Meter Schnee. Hier an der Küste hingegen war davon nichts mehr zu spüren. Auch die frische Brise des Meeres habe ich lange nicht mehr so geniessen können.
Wer mal in der Gegend ist, der sollte sich einen Besuch überlegen. Die Insel ist per Brücke relativ gut erreichbar. Ich habe es leider bisher nicht mehr geschafft noch einmal hinzufahren.
Drosselrohrsänger
Obwohl das Zürichseeufer mehrheitlich stark zugebaut ist, lässt es hie und da Einblicke in eine spannende Welt naturnaher Ufer zu. Nach einer ziemlich langen und fast konsequenten Fotopause um 2020 herum, habe ich mich einem solchen Bereich über eine längere Zeit gewidmet. Damals musste ich mich erst wieder etwas in die Materie einarbeiten. Ein paar gute Bilder des Drosselrohrsängers sind aber doch entstanden.
Eisvogel
Als ich nach den neun Monaten in Norwegen zurück in die Schweiz gezogen bin, war fotografisch erst mal wieder Pause angesagt. Gartenbau und Organisatorisches liessen mir wenig Musse, um am Wochenende noch loszuziehen. Ende November hat es mich dann doch gepackt und ich wollte mich am Flachsee an der Reuss mal umsehen in der Hoffnung Rohrdommeln zu finden. Das hat dann zwar geklappt, sie ist jedoch zu weit weg gewesen, als dass sich ein Foto gelohnt hätte. Mehr per Zufall habe ich aber einige Tage erwischt, an welchen sich eine Eisvogeldame oft am Hide aufgehalten hat. Nach zwei Wochenenden war dann wieder anderes angesagt, aber das eine oder andere Bild ist mir doch gelungen.